Freitag, 18. November 2011

Amougies Popfestival 1969

 Gerade im Netz gefunden: Das hier bin ich in dem  Video der  "soft maschines" 1969 in Amougies 
(Gut dass ich ein paar screenshots gemacht hab - es wurde auf YOUTUBE , wie viel zu vieles und zusehends mehr... - einfach gelöscht.)



Jean Pierre, Minouche, Jean Paul and me backstage


 

Und hier Pink Floyd, die damals noch fast niemand kannte, bei ihrem Auftritt   in Amougies.  (Inzwischen auch gelöscht - grrrrrrrrrrrrrrr)

Im Oktober 1969, zwei Monate nach Woodstock waren Rockfestivals, die durch die Vielseitigkeit verschiedenster neuer Musikrichtungen ein wahres Feuerwerk an Kreativität entfalteten, auf ihrem Höhepunkt angelangt. Man plante ein 5 Tage und Nächte andauerndes Festival vor den Toren von Paris und mit der Peluse de Reuilly am Rande des Schlossparks von Vincennes war der ideale Platz für die europäische Antwort auf Woodstock gefunden.


Die Werbung lief auf vollen Touren, Plakate wurden gedruckt, Gastgeber Frank Zappa kündigte darauf über 50 Bands an, darunter die noch fast unbekannten Pink Floyd, der Vorverkauf begann und alles lief wie am Schnürchen.



Da brach die Katastrophe über die Veranstalter herein. Die stockkonservativen Stadtväter von Paris hatten kalte Füsse bekommen im Angesicht einer Invasion der Hippies und das Festival knallhart 10 Tage vor Beginn einfach abgesagt. Panisch suchte man nach einem neuen Platz. Nach der Pariser Absage kam kein Ort in Frankreich mehr in Frage. Doch die Muse der Popmusik hatte ein Einsehen und 8 Tage vor dem geplanten Beginn fand sich eine Wiese bei Amougies in Belgien, ein 500 Seelen-Kaff mit einem mutigen Bürgermeister, nur ein paar Kilometer von der französischen Grenze entfernt. 

 

Neue Plakate wurden in Paris aufgehängt und in Windeseile ein 15.ooo Menschen fassendes Zelt auf  der belgischen  Wiese hochgezogen, Kabel verlegt Radiostationen berichteten mehrmals täglich von der Änderung des Orts des Geschehens. Und pünktlich zum soundcheck am Vormittag des 24. Oktober war alles fertig und die bunte, phantasievoll gekleidete Schar der Hippies aller Herren Länder mit Decken, Schlafsäcken ausgestattet strömten nach langer Reise in das Zelt und zu ihren Helden der Rock-Musik .
Es ist so lange her, jedoch eine Szene ist für mich unvergesslich: Man stelle sich vor: Tausende von Jugendlichen, die auf dem Grasboden des riesigen Zeltes nachts in Schlafsäcke gekuschelt 5 Tage lang ausharrten, es war nachts bereits bitterkalt und morgens war die Landschaft in dicken Nebel gehüllt. Friedlich, freundlich waren sie, bis am 3. Abend die 15 Mann starke Gruppe "Germ" ein Experiment starteten und 30 Minuten lang den selben Ton in verschiedenen Rythmen spielten, da wurden die Zuschauer erst unruhig, immer lauter werdende Buhrufe füllten das Zelt, die Band liess sich nicht stören, dann flogen die ersten Grasbüschel auf die Bühne, die Band spielte weiter, es folgte ein wahres Bombardement von Bierdosen und allem greifbaren, sogar ein paar Flaschen waren darunter, die sie schliesslich in die Flucht trieben. 
In diesen 5 Tagen wurde ein professioneller 2 teiliger 4 Stunden Musik-Film in Farbe mit den besten Kameramännern Frankreichs gedreht, der nach der spektakulären Premiere im Frühling 1970 in Paris sofort in der Versenkung verschwand, wegen Urheberrechte-Streitigkeiten zwischen Produzenten und den Pink Floyd. So ruht dieses Zeitdokument, die europäische Antwort auf Woodstock, nach nunmehr 42 Jahren noch immer einsam im Archiv des französischen Films und kann nur dort, wenn man liebenswürdig nachfragt, auf einem kleinen Monitor angeschaut werden. Kopieren natürlich ausgeschlossen :o(

CNC - Archives françaises du film


Bei der Suche rechts: “Music power“ eingeben.

Langsam trudeln im Netz einige kleine Ausschnitte ein, die irgendjemand während des Festivals gedreht hat, die beiden oben eingestellten sind die interessantesten - hier noch ein bootleg von Frank Zappas legendärem Auftritt beim Amougies Festival  mit den Pink-Floyd in "interstellar overdrive" - hui ging da die Post ab :o)







Samstag, 12. November 2011

DER MOND

Aquarell © Edda Sörensen
DER MOND
Und grämt dich, Edler, noch ein Wort
Der kleinen Neidgesellen?
Der hohe Mond, er leuchtet dort,
Und läßt die Hunde bellen
Und schweigt und wandelt ruhig fort,
Was Nacht ist, aufzuhellen.

Johann Gottfried Herder

Donnerstag, 10. November 2011

Quantensprung im Oberstübchen

     
        PROFESSOR HANS PETER DÜRR: REDE VOM 4. OKTOBER 2011 IN WIEN


Vor kurzem erzählte ich was vom Looping rückwärts im Kopf - der alter Herr hier, Professor Dürr, hat mir mit seiner Ansprache vom 4. Oktober 2011 mächtig auf die Sprünge geholfen - sozusagen auf Quantensprünge im Oberstübchen. Was hab ich mir all die Jahre den Kopf heiss diskutiert, weil ich wusste, dass mit diesem mahnenden:"Du musst objektiv sein!" oder jenem süffisant  herabstufenden: "Na ja, das ist ja lediglich Deine subjektive Meinung!" irgendetwas fundamental nicht stimmen kann.  Auch handelte ich mir so manchen schrägen Blick ein, indem ich frech behauptete, dass der Urknall nicht am Anfang des Universums, sondern nur  im Hirn von manchen Wissenschaftlern zu finden sei und man den Menschen nicht in Körper und Geist aufteilen kann. Und heute höre ich den alten Herrn genau das und natürlich vieles mehr, als neueste quantenphysikalische Erkenntnis präsentieren. 
Na endlich einer, der mir Recht gibt, noch dazu solch ein Kalliber, das tut wirklich gut :o))

Hier der link zum Vortrag. Ein bisschen runterscrollen und da ist er. Macht es Euch gemütlich, er ist genauso lang, wie hochinteressant.